Change Management: 8 Guidelines für erfolgreichen Wandel

Wandel herbeizuführen, erfordert Kraft. Klar, beim Status quo zu bleiben, ist viel einfacher, als eine neue Situation zu schaffen oder alte Gewohnheiten zu ändern. Das gilt auf individueller Ebene ebenso wie in Unternehmen oder ganzen Gesellschaften. Warum jeden Tag eine Stunde spazieren gehen, wenn ich mich auf dem Sofa mit einer Tüte Chips genauso wohlfühle? Erst wenn meine Blutwerte schlechter werden oder sich der ungesunde Lebensstil anders körperlich bemerkbar macht, wird klar: So geht es nicht weiter. It's time for change.




Ob man Sport machen, auf Fleisch verzichten oder weniger Flugreisen unternehmen möchte, kann man im stillen Kämmerchen mit sich allein ausdiskutieren. In Unternehmen gibt es hingegen meist eine Reihe von Stakeholdern, die an Change-Prozessen beteiligt werden wollen. Sie sind sicher nicht leicht umzusetzen. Und dennoch mit der richtigen Herangehensweise möglich. Hohe Aussichten auf Erfolg haben Sie mit diesen acht Guidelines.

1. Veränderung ist notwendig. Davon müssen Sie als so genannte*r «Change Agent» zu 200 Prozent überzeugt sein. Und dies auch so kommunizieren. Es ist wichtig, so viele Stakeholder wie möglich miteinbeziehen. Seien es Geldgeber, Kunden oder Ihr eigenes Team. Überzeugen Sie sie davon, dass Change notwendig und möglich ist.

2. Es braucht einen Plan. Überlegen Sie sich, wie das erwünschte Ergebnis aussehen soll und entwerfen Sie eine passende Strategie. Welche Hindernisse gibt es auf dem Weg dorthin – und wie können diese überwunden werden? Welche Mitarbeitenden eignen sich bei der Umsetzung der Strategie? Verbinden Sie die einzelnen Schritte zu einer zusammenhängenden, übergreifenden Vision, damit Sie Ihr Ziel nie aus dem Blick verlieren.

3. Unterstützung aus dem Team hilft, mögliche Widerstände gegen den Neuerungsprozess abzubauen. Sorgen Sie deshalb für eine hohe Partizipation und Eigeninitiative Ihrer Mitarbeitenden. Widerstand gegen «Change» gibt es immer, und er kann verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel politisch oder ideologisch motiviert sein. Zum Glück gibt es genauso viele Strategien, sich damit auseinanderzusetzen. Eine davon ist die Übertragung von Verantwortung an verschiedene (interne) Stakeholder.

4. Grünes Licht aus der Chef-Etage. Einflussreiche Individuen sind ausschlaggebend für den Erfolg von Veränderungsprozessen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Chefin oder Ihr Chef hinter dem Projekt steht.

5. Externe Stakeholder miteinbeziehen.Je nach Situation, Projekt und Grösse des Unternehmens ist es hilfreich, Change-Prozesse auch mit politischen oder gesellschaftlichen Akteuren abzustimmen.


6. Ressourcen sicherstellen. Mittel sind meistens knapp. Damit ist nicht nur das Projektbudget gemeint, sondern auch die zeitlichen Ressourcen Ihres Personals. Denken Sie auch an externe Dienstleister wie Übersetzer*innen, Logistiker*innen oder Grafiker*innen. Seien Sie realistisch: Planen Sie genügend Ressourcen ein. Oft scheitern Projekte an unzureichenden Mitteln. Das ist schade und muss nicht sein.

7. Vom Übergang zum Dauerzustand. Damit eine Veränderung sich dauerhaft festsetzen kann, muss sie institutionalisiert werden. Dafür ist oft eine Verhaltensänderung vonnöten; neue Werte und Normen müssen angenommen und von allen im Unternehmen aktiv gelebt werden. Dadurch verhindern Sie, dass Ihr Unternehmen wieder in alte Muster zurückfällt – und sorgen für einen nachhaltigen Erfolg Ihres Change-Projektes.

8. Vernetzung und Kommunikation. Auch wenn der Change-Prozess oft nur einen bestimmten Bereich eines Unternehmens ins Visier nimmt (IT), ist das gesamte Unternehmen indirekt involviert. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an sämtliche Bereiche miteinzubeziehen und auf allen Ebenen und über alle Abteilungen hinweg über den (angestrebten) Wandel zu kommunizieren. Nur wenn alle «Subsysteme» eines Unternehmens auf dem gleichen Stand sind, steht dem Erfolg Ihres Change-Projekts nichts mehr im Weg.

Nicht immer müssen alle acht Punkte erfüllt werden. Je nach Situation und Unternehmen können Ihnen jedoch sicher einige davon behilflich sein. Mehr zu den acht Erfolgsfaktoren von Change Prozessen finden Sie hier: Book Title: Sustaining Service Members and Their Families Book Subtitle: Exploring Opportunities for Efficiency and Joint Provision of Services Using Nonappropriated Funds Book Author(s): Kathryn Connor, Carra S. Sims, Rianne Laureijs, Jaime L. Hastings, Kristin Van Abel, Kayla M. Williams and Michael Schwille

Haben Sie selber vor kurzem ein Change-Projekt umgesetzt? Welche Erfolge haben Sie dabei erzielt – und was würden Sie beim nächsten Mal vielleicht anders machen? Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen!

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