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Grossprojekt «RELOOKING Balexert» : Interim Manager Gregory Guerzi zieht Bilanz

Das Projekt «RELOOKING Balexert» umfasste die vollständige Renovierung des Einkaufszentrums Balexert in Genf, der grössten Mall in der Westschweiz. Gregory Guerzi unterstützte das Grossprojekt während fast 6 Jahren erfolgreich als Interim Projektmanager. Im Interview gibt er einen Einblick in das komplexe Projekt und der Zusammenarbeit mit SIM.




Sie unterstützen das Renovierungsprojekt «RELOOKING Balexert» als Interim Manager. Was waren die Ziele dieses Projekts?


Das Centre Balexert SA (CBSA) besteht aus einem 1971 errichteten Zentralgebäude, welches im Laufe der Zeit zweimal erweitert wurde, und zwar mit den Kinos im Jahr 2001 und einem zusätzlichen Westflügel im Jahr 2010. Diese drei Bauwerke wurden nach den Standards der damaligen Zeit und mit einer eigenen architektonischen Identität errichtet. Die Hauptziele des Relooking-Projekts waren daher die Vereinheitlichung der architektonischen Gestaltung der öffentlichen Bereiche des Zentrums, die Anpassung an die aktuellen Normen und Vorschriften in Bezug auf Sicherheit und Brandschutz sowie die Verbesserung der Energieeffizienz des Einkaufszentrums.

Wie kamen Sie ins Spiel?

CBSA suchte eine Person, die in der Lage war, das Projekt «Relooking» unter den bestmöglichen Bedingungen zu leiten, um in erster Linie ihre eigenen Interessen zu vertreten, insbesondere gegenüber den Beteiligten und Betroffenen (wie beispielsweise die internen Abteilungen von Balexert, kantonale Behörden, Auftragnehmer, Unternehmer, Nutzer und Mieter), und über ausreichende Fachkenntnisse verfügt, um die Projektplaner in Bezug auf die technischen Aspekte des Bauwerks herauszufordern, um dessen Bau zu optimieren. Darüber hinaus sollte diese Person gute Managementfähigkeiten mitbringen, die für die Leitung eines solchen Grossprojekts angesichts der grossen Anzahl von Gesprächspartnern (Verwaltungsrat von Balexert, Direktion des Zentrums, interne Dienste von Balexert, 120 Mieter usw.) unerlässlich sind. Mein Profil war daher sehr passend für diese Aufgabe. Das Endergebnis ist ein Bauwerk, das innerhalb des gewünschten Zeitrahmens und ohne Überschreitung des Budgets fertiggestellt wurde.

Können Sie uns Ihren beruflichen Werdegang zusammenfassen?

Nach einer Lehre in einem Betrieb und dem Erwerb des EFZ als Metallbauer bin ich seit meinem 15. Lebensjahr mit dem Bauwesen vertraut. Ich erwarb zudem die technische Berufsmaturität, später das Diplom als FH-Ingenieur in Bauingenieurwesen und zuletzt ein MBA in Management und Engineering von Dienstleistungen. Nach einigen Jahren Tätigkeit als Bauingenieur arbeitete ich in der Abteilung für Immobilienförderung einer grossen Genfer Stadtverwaltung. Im Rahmen meiner Tätigkeiten als Bauherrenvertreter, Bauherrenassistent oder bei der Steuerung von Immobilienentwicklungen konnte ich mir Wissen in allen Phasen eines Bau-, Umbau- oder Renovierungsprojekts eines Gebäudes aneignen. Basierend auf dieser vielseitigen Erfahrung im Bauwesen fasziniert mich heute besonders die Überschneidung der technischen Bereiche mit den rechtlichen, finanziellen und kommerziellen Aspekten der Immobilienwirtschaft und das Projektmanagement davon.


Welche Funktion hatten Sie bei dem Projekt «RELOOKING Balexert» und wie genau würden Sie Ihre Rolle beschreiben?

Meine Aufgabe bestand in erster Linie darin, den Bauherrn gegenüber allen Beteiligten und/oder Betroffenen des Projekts zu vertreten, ihn bei seinen strategischen Entscheidungen zu beraten und das Projekt in seinem Namen unter den Aspekten «Kosten - Fristen – Qualität» zu leiten. Das ist eine sehr umfassende Tätigkeit, mit allen Herausforderungen und Chancen. Ich hatte die Möglichkeit, mich auf allen Ebenen einzubringen und eine Führungsrolle einzunehmen, gleichzeitig habe auch ich von der Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und seinem Wissen profitiert.

Was waren die grössten Herausforderungen bei diesem Projekt?

Es handeltes sich um ein sehr umfangreiches Projekt über einen Zeitraum von fast 6 Jahren, dabei blieb das Einkaufszentrum bis auf die durch die Pandemie vorgeschrieben Schliessung immer geöffnet. Planerisch war das sehr anspruchsvoll umzusetzen und erforderte einen grossen Aufwand, um die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Anspruchsgruppen zu gewährleisten. Dabei musste ich immer wieder als Vermittler fungieren, um eine Situation zu deblockieren oder ihre Besonderheit zu rechtfertigen, um den reibungslosen Ablauf des Projekts und das Erreichen der Ziele zu gewährleisten. In solchen Momenten nannte mich der Direktor des Balexert-Zentrums «den Sanitäter des Relookings-Projekts». Solche herausfordernden Situationen erfolgreich zu meistern ist ein grosses Erfolgserlebnis.


Was waren die Highlights des Projekts?

Aus bautechnischer Sicht ist sicherlich das neue ETFE-Schalen-Dach zu erwähnen, für das ein riesiger wasserdichter Bodenbelag auf einer Fläche von fast 2.800 m2 verlegt werden musste. Dafür musste der grösste Kran der Schweiz eingesetzt werden. Was die Planung betrifft, so betrachte ich es als grossen Erfolg, dass es uns gelungen ist, das Zentrum durchgehend geöffnet zu halten und die Bedürfnisse und Wünsche aller Beteiligten zu erfüllen. Was schliesslich die Beteiligten des Projekts betrifft, möchte ich die Bedeutung der Beziehungen und der Zusammenarbeit während eines solchen Grossprojekts hervorheben. Jede Person konnte ihre eigenen Fähigkeiten und Berufserfahrungen einbringen, um zur Optimierung des Endergebnisses dieses Projekts beizutragen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Resultat?

Insgesamt bin ich persönlich mit dem Endergebnis sehr zufrieden, aber am wichtigsten ist mir die Zufriedenheit des Bauherrn und der Nutzer – bis jetzt habe ich von beiden nur positives Feedback erhalten, und das freut mich natürlich sehr.


Wie würden Sie Ihre Erfahrung mit SIM beschreiben? Was zeichnet die Zusammenarbeit aus?

SIM ist ein hervorragender Partner und Arbeitgeber – man wird nicht allein gelassen. Dazu gehört alles Administrative, aber natürlich vor allem der regelmässige Austausch in Bezug auf die Überwachung und den Fortschritt des Projekts sowie immer wieder Brainstormings, um gemeinsam nach bestimmten Lösungen zu suchen, die dem Kunden zu bestimmten Themen vorgelegt werden können. Diese Art von Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist sehr wertvoll und effizient, und ich fühlte mich jederzeit bestens betreut.

Würden Sie das Mandat heute nochmal annehmen?

Auf jeden Fall – ohne auch nur einen Moment zu zögern.

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